AKTUELL: Erfolgreiche Sparrunde

Der Energie Service Biel/Bienne hat den nachhaltigen Umgang mit Strom, Gas, Wasser, Sonne und Wind ein Jahr lang exemplarisch mit fünf ganz gewöhnlichen Bieler Haushaltungen öffentlich praktiziert – und seine Kundinnen und Kunden zum Nachahmen und Trittbrettfahren animiert. Erste Zahlen und viele Voten lassen sich als Indizien für eine erfreuliche Nachhaltigkeit und den Achtungserfolg der Kampagne deuten. Gemeinderätin Barbara Schwickert als Sicherheits- und Energie-Direktorin der Energiestadt Biel und ESB-Geschäftsführer Michael Sarbach sind mehr als zufrieden.

Hans Müller und Ginette Gerber mit ihren Nachbarn Anna Luginbühl und Julien Steiner am Seilerweg, Dagmar Clottu am Heideweg, Familie Gugger am Lore-Sandozweg, Carolina und Marco Caccivio an der Rüschlistrasse und Marianne Schlegel im Restaurant «Bourg» haben sich vor einem Jahr bereit erklärt, in ihren Haushaltungen von allen Bieler Medien begleitet öffentlich den EnergieEffort zu üben. Dabei ging es den Test-Teams genauso wie ESB und Energiestadt Biel darum, bekannte Verhaltensregeln beim Kochen, Kühlen, Heizen, Waschen und Lichtverbrauch in der alltäglichen Praxis für alle andern erleb-, erleid- und erlernbar möglichst effizient und erfolgreich umzusetzen.

Verbrauch erstmals im Vergleich
Gleichzeitig weist der ESB per Ende 2010 seinen Kundinnen und Kunden erstmals den individuellen Verbrauch im Vergleich zum Vorjahr aus. Er hat zudem einen Sparbonus für alle jene mit Classique-Tarif (Stromverbrauch bis max. 50 000 kWh pro Jahr) ausgeschrieben, die 10 oder 20 Prozent weniger Strom verbrauchen als 2009.

4730 Sparboni verrechnet
Die Zahl der verrechneten Sparboni lässt darauf schliessen, dass die ganze EnergieEffort-Kampagne  gut gegriffen hat: Von 36 247 Haushaltungen haben 2994 mindestens 10 Prozent oder mehr Strom gespart, 1736 sogar 20 Prozent oder mehr. Das sind 13.5 Prozent. Unter ihnen auch die EnergieEffort-Testhaushaltungen von Dagmar Clottu (minus 10.10 %) und dem Ehepaar Caccivio (minus 10.50 %).

1010 Energiesparer verkauft
Der ESB hat seinen Kundinnen und Kunden im Rahmen des EnergieEffort in der zweiten Jahreshälfte energiesparende Hilfsmittel für den Haushalt zum Kauf angeboten. Auch hier sorgen die Zahlen bei ESB-Geschäftsführer Michael Sarbach und der städtischen Direktorin für Sicherheit und Energie für viel Freude. Die Bielerinnen und Bieler haben in den ersten sechs Monaten der Aktion bis Ende Januar 650 Stromsparleisten samt Schaltermaus, 230 energieeffiziente Wasserkocher und 130 Reiskocher gekauft.

Über 400 Liegenschaften geprüft
Zudem wurden bis Ende Januar 2011 in Biel und Nidau weit über 400 private Liegenschaften auf Wunsch der BesitzerInnen mit einer Wärmebildkamera professionell auf Wärmelecks überprüft. Der ESB und die Gemeinde Nidau hatten den LiegenschaftsbesitzerInnen diese Aktion als EnergieEffort zum Aktionspreis von 100 Franken angeboten.

Auftrag erfüllt
Gemeinderätin Barbara Schwickert ist mit dem EnergieEffort denn auch mehr als zufrieden. «Form und Format sind bestechend, die Wirkung begeistert. Das Begleiten der verschiedenen Haushalte und der Umgang der Menschen mit ihrem Energieverbrauch im Alltag sind beste Bewusstseinsbildung für alle. Es braucht keinen gestreckten Mahnfinger, um die Leute für ein neues, nachhaltiges Verhalten zu sensibilisieren. Aber es ist sehr wichtig, die Themen nicht nur einmal und kurz zu behandeln, sondern über längere Zeit im Stadtgespräch zu halten. Ich meine, das ist dem ESB mit dem EnergieEffort 2010 vorbildlich gelungen. Wir ändern unser Verhalten und liebgewonnene Gewohnheiten nicht von einem Tag auf den andern.»

Gewinn trotz Verlust
ESB-Geschäftsführer Michael Sarbach sieht das Verrechnen der Sparboni in Höhe von weit über 100 000 Franken ebenso wie den mit dem Sparen verbundenen Umsatzrückgang ganz und gar nicht als Verlust, sondern als Gewinn für sein Unternehmen: «Mit dem EnergieEffort haben wir mehrfach dazu gewonnen. Der ESB ist für die Versorgungssicherheit in der Stadt zuständig und Versorgungssicherheit wird auch erreicht, indem man mit den Ressourcen genügend sparsam umgeht. Wir gewinnen auch an Glaubwürdigkeit, wenn wir die Leute beraten und ihnen zeigen, wie man mit Energien effizient umgehen kann – und dass es nicht darum gehen kann, die Energie einfach zu verputzen. Die Resonanz des EnergieEffort-Jahres bestärkt uns auf diesem Weg. Wir gehen hier bewusst und bestärkt weiter.»

Klare Trends am Telefon
An einem Abend Ende November 2010 hat ein Meinungsforschungsinstitut im Auftrag des ESB eine umfangreiche Telefonumfrage mit automatisiertem Sprachdialog ab Band zum aktuellen Energieverhalten in der Region Biel durchgeführt. 1220 zufällig ausgewählte Personen beantworteten die Fragen von Gemeinderätin Barbara Schwickert. Die Hauptergebnisse der anschliessend nach wissenschaftlichen Kriterien ausgewerteten Umfrage können zwar nicht als repräsentativ gewertet werden, lassen aber folgende Trends erkennen: Von den 1220 befragten Personen aus der Region Biel kannten 40% die EnergieEffort-Kampagne. Rund 40 Prozent derjenigen, welche die Kampagne kennen, gaben an, dass sie dadurch ihr Verhalten im Umgang mit Energie verändert haben. Eine klare Mehrheit von 60 Prozent aller Befragten hält das Energiestadt-Label der Stadt Biel für wichtig. Eine deutliche Mehrheit von 78 Prozent der an diesem einen Abend befragten 1220 Personen ist zudem für ein Engagement der Stadt Biel bei der Nutzung erneuerbarer Energien – auch wenn ein solches Engagement zu Mehrausgaben führen würde. Für eine grosse Mehrheit der Befragten (88%) ist der nachhaltige Umgang mit Energieressourcen eher oder gar sehr wichtig.

 

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ACTUALITE : Économiser avec succès

Durant une année, Energie Service Biel/Bienne a, de manière exemplaire, publiquement pratiqué la consommation durable de gaz, ainsi que d’énergie électrique d'origine hydraulique, solaire et éolienne avec cinq ménages biennois tout à fait ordinaires, et encouragé sa clientèle à les imiter et à en profiter. Les premiers chiffres et de nombreuses appréciations révèlent une durabilité réjouissante et un résultat honorable de la campagne. Barbara Schwickert, directrice de la sécurité et conseillère municipale de la Ville de Bienne, labellisée « Cité de l’énergie », ainsi que Michael Sarbach, directeur d’ESB, sont plus que satisfaits.

Voici une année, Hans Müller et Ginette Gerber, ainsi que leurs voisins Anna Luginbühl et Julien Steiner au chemin des Cordiers, Dagmar Clottu au chemin des Landes, la famille Gugger au chemin Lore-Sandoz, Carolina et Marco Caccivio à la rue du Rüschli, ainsi que Marianne Schlegel au Restaurant du Bourg, se sont déclarés d’accord de mettre publiquement en œuvre le programme « EnergieEffort » dans leur propre ménage et établissement, accompagnés par l’ensemble des médias biennois. Par ailleurs, il s’agissait, pour l’équipe « test » comme pour ESB et la « Cité de l’énergie » d’appliquer quotidiennement, si possible avec efficacité et succès, des règles de comportement connues en cuisinant, refroidissant, chauffant, faisant la lessive et s’éclairant, règles que tout un chacun peut découvrir, apprendre et mettre en pratique.

Première comparaison de consommation
Fin 2010, ESB indiquait pour la première fois à ses clientes et clients, leur consommation individuelle comparée à celle de l’année précédente et accordait, en outre, un bonus aux bénéficiaires du tarif Classique (consommation annuelle d’électricité inférieure à 50’000 kWh) ayant réduit leur consommation d’électricité de 10 ou 20% par rapport à 2009.

4’730 bonus d’épargne portés en compte

L’on peut déduire du nombre de bonus octroyés que l’ensemble de la campagne EnergieEffort a été concluante : des 36’247 ménages impliqués, 2’994 ont économisé au moins 10% d’électricité, 1’736 même 20% ou plus (13.5% des ménages). Les ménages « test » EnergieEffort de Dagmar Clottu (moins 10.10%) et du couple Caccivio (moins 10.50%) en font partie.

1’010 économiseurs d’énergie vendus
Dans le cadre d’EnergieEffort et au cours du deuxième semestre 2010, ESB a proposé à sa clientèle d’acheter des moyens auxiliaires pour économiser de l’énergie dans le ménage. Michael Sarbach et Barbara Schwickert sont ici aussi très satisfaits des résultats. Durant le premier semestre de l’action, soit jusqu’à fin janvier 2011, les Biennoises et Biennois ont acheté 650 multiprises avec souris-interrupteur, 230 bouilloires d’une bonne efficacité énergétique et 130 cuiseurs de riz.

Plus de 400 immeubles examinés
En outre, jusqu’à fin janvier 2011 et sur demande des propriétaires, l’on a examiné avec professionnalisme plus de 400 immeubles privés à Bienne et Nidau quant aux déperditions de chaleur, au moyen d’une caméra à infrarouge. ESB et la Commune de Nidau ont proposé cet examen aux propriétaires au prix de 100 fr., en tant qu’action « EnergieEffort ».

Mandat exécuté
Barbara Schwickert est ainsi plus que satisfaite de la campagne EnergieEffort. «Sa forme et son format sont séduisants, et son efficacité enthousiasmante. L’accompagnement des différents ménages et la gestion individuelle de la consommation d’énergie dans la vie quotidienne sont la meilleure manière de sensibiliser le public. Nul besoin de lever un doigt réprobateur pour sensibiliser les consommatrices et consommateurs à un nouveau comportement durable. Toutefois, il est très important de ne pas traiter les sujets brièvement et qu’une seule fois, mais de les maintenir dans le débat municipal durant une longue période. J’estime qu’avec « EnergieEffort 2010 » ESB y est parvenu de manière exemplaire. En effet, nous ne modifions pas d’un jour à l’autre notre comportement et les habitudes auxquelles nous sommes attachés.» (traduction libre)

Gain en dépit d’une perte
Michael Sarbach ne considère pas du tout les bonus d’épargne d’un montant largement supérieur à 100’000 fr. portés en compte, ainsi que la baisse du chiffre d’affaires liée aux économies, comme perte, mais plutôt comme gain pour son entreprise : «Avec EnergieEffort nous sommes gagnants à plus d’un titre. ESB est responsable de la fiabilité de l’approvisionnement en énergie de Bienne, fiabilité qui ne peut être garantie que si les ressources sont utilisées avec suffisamment de parcimonie. Nous gagnons également en crédibilité lorsque nous conseillons la clientèle et lui montrons comment traiter les ressources énergétiques avec efficience, ressources que l’on ne peut pas simplement gaspiller. L’impact de l’année EnergieEffort nous conforte dans cette voie. Nous poursuivons donc consciemment et résolument.»

Tendances claires par téléphone
Sur mandat d’ESB, un institut de sondage d’opinion a réalisé une vaste enquête téléphonique quant au comportement énergétique actuel dans la région biennoise un soir de fin novembre 2010, au moyen d’un dialogue automatisé à partir d’une bande magnétique. 1’220 personnes sélectionnées au hasard ont répondu aux questions de Barbara Schwickert. Les principaux résultats de l’enquête ensuite évaluée en fonction de critères scientifiques ne peuvent, certes, pas être considérés comme représentatifs. Toutefois, l’on y décèle les tendances suivantes : 40% des 1’220 personnes interrogées étaient au courant de la campagne EnergieEffort. Environ 40% d’entre elles ont indiqué avoir, de ce fait, modifié leur comportement énergétique. Une claire majorité (60%) desdites personnes interrogées ce soir-là considère qu’il est important que Bienne soit labellisée « Cité de l’énergie ». 78% d’entre elles sont, en outre, d’avis que la Ville doit s’engager à recourir à des énergies renouvelables, même si un tel engagement se solde par des dépenses supplémentaires. Une grande majorité (88%) considère que le traitement durable des ressources énergétiques est plutôt ou même très important.

 

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